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Raffinierte Fette, insbesondere die Margarine, gehören verboten!

Margarine-Herstellung

Wenn du der Werbung immer noch glaubst, die da predigt, Margarine sei aufgrund ihrer pflanzlichen Fette sehr gesund, dann lade ich dich ein, diesen Beitrag zu lesen.

Denn damit die Schädlichkeit der raffinierten Fette deutlich wird, möchte ich etwas tiefer in den Herstellungsprozess von Margarinen und konventionellen Ölen eintauchen.
Was auf den Produkten an Zutaten drauf steht, klingt zunächst erst mal recht natürlich und gesund. Jedoch handelt es sich hierbei lediglich um die Ausgangsstoffe. Am Ende hat das Produkt wenig mit gesundem Raps-, Sonnenblumen- oder Olivenöl zu tun.
Und ganz nebenbei sind sehr viele Chemikalien und Zusatzstoffe in Deutschland nicht deklarationspflichtig.

Der Herstellungsprozess von Margarine

Bevor raffinierte Öle im Handel landen durchlaufen die einst wertvollen Pflanzenöle folgende Verarbeitungsschritte:

  • Extraktion
  • Raffination
  • Entlecithinierung
  • Entschleimung
  • Entsäuerung
  • Bleichen
  • Desodorierung
  • Food-Design

Bei der Margarine schließen sich nach der Desodorierung folgende Verfahren an:

  • Modifikation
    1. Härtung
    2. Fraktionierung
    3. Umesterung
  • Food-Design

 

Extraktion

Am Beginn steht natürlich immer die Ölgewinnung, auch Extraktion genannt.
Schon hier beginnt das Drama! Während natives Öl allein durch eine schonende Pressung der Ölsaaten gewonnen wird, werden die Fette für Margarine & co. mittels des Lösungsmittels Hexan (eine Art Benzin), aus den zerkleinerten Rohstoffen herausgelöst.

Raffination

Da die auf diese Weise gewonnenen Öle natürlich nicht genießbar und sogar tödlich wären, schließt sich gleich eine erste Raffination an. Dabei wird das extrahierte Rohöl Temperaturen von bis zu 280 °C ausgesetzt, denn das Lösungsmittel verflüchtigt sich auf diese Weise. Außerdem wird mittels neuer Chemikalien alles entfernt, was den Geruch, Geschmack und das Aussehen des Öls nach Meinung der Hersteller unappetitlich macht.
Raffinationen wiederholen sich im weiteren Herstellungsprozess immer wieder.

Entlecithinierung

Es folgt die Entlecithinierung. Dabei wird das wichtige natürliche Lecithin entfernt.

Die gute Nachricht: das Öl wird lediglich mit Wasser verrührt. Das wasserlösliche Lecithin sondert sich somit ab. Am Ende wird das Lecithin gereinigt und kommt später in anderen Nahrungsmitteln, Kosmetika und Pharmazeutika als Emulgator zum Einsatz.

Die schlechte Nachricht: Lecithin ist für ein tadelloses Funktionieren deines Fettstoffwechsels unentbehrlich.
Im Optimalfall enthält deine Gallenflüssigkeit Lecithin, um damit die Fette zu emulgieren, so dass sie vom Organismus optimal aufgenommen und verarbeitet werden können. Fehlt der Gallenflüssigkeit dieser Emulgator, der zum großen Teil über die Nahrung aufgenommen werden muss, lagert sich das aufgenommene Fett womöglich an Stellen an, wo es ungünstig ist. Und damit meine ich nicht nur die ungewollten Speckröllchen auf den Hüften und anderswo, sondern unsere wichtigen Blutgefäße. Die Durchblutung wird nachteilig beeinflusst, was sich auf deinen ganzen Organismus negativ auswirkt und den Nährboden für sämtliche chronische Krankheiten bildet!
Aber auch Gallensteine sind u.a. eine Folge des fehlenden Emulgators Lecithin in der Gallenflüssigkeit. Umso absurder ist es, einem Patienten, der unter Gallensteinen leidet, zu raten, die Butter wegzulassen und stattdessen Margarine zu essen – wie es oft in der Praxis gemacht wird.

Entschleimung

Aber wir sind noch längst nicht am Ende der Herstellungsprozedur.
Das ausgelöste, raffinierte und entlecithinierte Öl wird nun noch entschleimt. Ziel ist es, restliche Phosphatide, Mineralien, Vitamine, Harze, Schleimstoffe, Kohlehydrate und Eiweißstoffe zu entfernen, damit später die Härtung der Fette gelingt und die Haltbarkeit heraufgesetzt wird. Dieses gelingt den Herstellern durch die Zugabe von Phosphorsäure und der anschließenden Zentrifugierung.

Klingt schon ziemlich lecker, was?
Aber es geht noch weiter:

Entsäuerung

Das ausgelöste, raffinierte, entlecithinierte und entschleimte Öl wird jetzt noch entsäuert. Freie Fett- und andere Pflanzensäuren – welche natürliche Antioxidantien sind – würden das fertige Produkt immer noch schneller als gewollt ranzig werden lassen. Aber auch hier kann man ja Abhilfe schaffen, indem man dem halbtoten Öl noch Natronlauge zusetzt. Die freien Säuren binden sich daran und bilden halbfeste Seifen, die anschließend tatsächlich in die Seifenfabrik wandern. Aus dem Öl sind die Störenfriede jedenfalls raus, auch die letzten überlebenden Vitamine dürften jetzt „unschädlich“ gemacht worden sein.

Bleichen

Das ausgelöste, raffinierte, entlecithinierte, entschleimte und entsäuerte Öl soll jetzt noch farbloser und geschmacksneutraler gemacht werden. Also wird das Öl noch mittels Aktivkohle oder Bleicherde (Bentonit) verrührt, erhitzt und anschließend abfiltriert.
Jegliches Leben – sofern überhaupt noch vorhanden – wird somit unschädlich gemacht, nur um auf Nummer sicher zu gehen, dass das Öl auch ja keine Sekunde zu früh ranzig oder trübe wird.

Desodorierung

Möglicherweise ist es dennoch nicht geschmacksneutral genug, sodass sich jetzt noch die Desodorierung anschließt.
Dabei geht es längst nicht um den natürlichen Geschmack der Ausgangsöle! Durch Wasserdampfdestillation bei Temperauren von ca. 300 °C (!!!) sollen unerwünschte Reste der Chemikalien aus den vorhergehenden Prozeduren unsichtbar und unschmeckbar gemacht werden.

Food-Design

Soll aus dem so hergestellten Öl ein Salat- oder anderweitiges Speiseöl entstehen, wird dieses jetzt unter Vakuum auf 50 °C runtergekühlt und es werden (synthetische) fettlösliche Vitamine aus dem pharmazeutischen Chemielabor zugesetzt, um dem Verbraucher das Öl als „gesund“ anzudrehen. In Wahrheit schützen diese Vitamine (besonders A und E) das Öl zusätzlich vor schnellerem Verderben und geben ihm eine „gesunde“ Farbe (Carotin).

Soll aus dem so vorbereiteten ausgelösten, raffinierten, entlecithinierten, entschleimten, entsäuerten, gebleichten und desodorierten Öl Margarine entstehen, geht es weiter:

industrieModifikation

Das Ziel ist es, aus den flüssigen raffinierten Ölen streichfähige Margarine herzustellen.

3 Verfahren stehen zur Verfügung, die oft miteinander kombiniert werden. Nicht jeder Hersteller verwendet jedes Verfahren, manche benutzen aber alle 3, da sich durch die Kombination verschiedene Ansprüche an die Endprodukte realisieren lassen.
So kann beispielsweise erreicht werden, dass bestimmte Margarinen beim Braten nicht spritzen, jedoch wie Butter schäumen.

  1. Härtung

Zunächst wird dem raffinierten Öl fein verteiltes Nickel und nicht selten auch Kupfer als Katalysator beigemischt. Die Fette werden anschließend wieder einmal Druck und hohen Temperauren ausgesetzt, wobei die ungesättigten Bindungen der Fettsäuren aufgebrochen werden. Das Fett wird gezwungen Wasserstoff anzulagern, weswegen der Vorgang auch Hydrieren genannt wird. Aus den ehemals ungesättigten Fettsäuren entstehen ganz neue chemische Verbindungen: gesättigte Fettsäuren. Der Katalysator wird dann wieder abfiltriert und das so gehärtete Fett muss erneut entsäuert und desodoriert werden.
Hinzu kommt noch, dass bei diesem Prozess ganz neue Fettsäuren entstehen, die eine ganz andere räumliche Struktur als die Ausgangsfette haben. Es handelt sich um die sogenannten trans-Fettsäuren (trans = jenseits). Das Problem besteht darin, dass diese künstlich erzeugten Strukturen im Organismus eine ganz andere Wirkung haben, als die ursprünglichen natürlichen Fettsäurestrukturen, die cis-Fettsäuren (cis = diesseits).
U.a. haben niederländische wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass die trans-Fettsäuren im Blut die Gesamtcholesterin-Konzentration ansteigen lassen.

Es ist daher in meinen Augen sogar fahrlässig, Patienten mit einem zu hohem Cholesterin-Spiegel die Empfehlung auszusprechen, keine Butter mehr zu konsumieren (da diese natürliches Cholesterin enthält) und ihnen zu empfehlen, stattdessen auf Margarine umzusteigen.
Der krankhaft hohe Cholesterin-Spiegel entsteht nicht durch den Konsum von natürlichem Cholesterin, wie es in Butter und Eiern vorkommt, sondern durch einen grundsätzlich gestörten Stoffwechsel, der seine Ursache zum größten Teil in der hohen Aufnahme von raffiniertem Zucker,  Auszugsmehlen und eben raffinierten Fetten hat!

Auch chronische Darmerkrankungen, Krebs und Alzheimer werden nachweislich durch trans-Fettsäuren bzw. den dadurch fehlenden cis-Fettsäuren begünstigt.

Während z.B. in Dänemark die Verwendung von Fetten mit über 2% trans-Fettsäuren und in den USA die Verwendung von trans-Fettsäuren seit 2008 gänzlich verboten ist, werden die Gefahren in Deutschland in Kauf genommen. Hierzulande besteht bis heute trotz vieler Debatten  nicht mal eine Deklarationspflicht für trans-Fettsäuren.

Wäre Margarine ein Medikament, würde sie aufgrund dieser Erkenntnisse schon längst wieder vom Markt verschwunden sein!
Bitte denke dir selbst deinen Teil …

  1. Fraktionierung

Hierbei werden die Bestandteile der Fette abgetrennt, die bei bestimmten Kühlschranktemperaturen immer noch flüssig sind. Dieses geschieht durch Filtration, oder aber durch das Auswaschen mittels Tensiden oder Lösungsmitteln dieser unliebsamen Bestandteile, die die Streichfähigkeit der Margarine stören würden.
Aufgrund der chemischen Behandlung muss anschließend wieder eine Raffination erfolgen.

  1. Umesterung

Durch Umesterung soll ebenfalls die Streichfähigkeit der Fette verbessert werden, indem der Schmelzpunkt heraufgesetzt wird.
Dieses geschieht durch die Beimischung von Natriummethylat als Katalysator und unter Temperaturen von 200 °C. Durch langes Rühren der Fette werden die Glycerinmoleküle von den Fettsäuren abgekoppelt und dann nach dem Zufallsprinzip wieder angehängt.
Auch bei diesem Prozess entstehen ganz neue Formen, die in der Natur nicht vorkommen und mit denen unser Organismus nicht umgehen kann.

Durch Umesterung können praktisch alle Fette, ob Sonnenblumenöl, Rindertalg oder Baumwollsaatöl in einen streichfähigen Zustand „nach Maß“ gebracht werden.

Nach der Umesterung muss abermals eine Raffination erfolgen!

Food-Design

Ist die gewünschte Streichfähigkeit der Margarine erreicht worden, kommen die Food-Designer auf ihre Kosten.
Um der blassen Masse ein appetitliches Aussehen zu verleihen, wird z.B. künstliches Carotin zugesetzt.
Der fade Geschmack wird mit Aromastoffen, Kochsalz, Glucosesirup, Sorbinsäure usw. kaschiert.

Damit kein Wasser aus der Margarine austritt und diese beim Braten nicht spritzt, wird isoliertes Soja-Lecithin zugesetzt, was im Organismus ganz anders wirkt, als das natürliche Sojalecithin – nämlich wie ein Medikament, was entgiftet werden muss.
Genauso verhält es sich mit der Wirkung der zugesetzten isolierten und teilweise synthetischen Vitamine.
Denn, obwohl es sich ohnehin schon um einen toten Stoff handelt, der kaum noch die Fähigkeit haben dürfte, zu verderben, werden künstliche Antioxidantien (darunter u.a. die isolierten Vitamine A und E) und Konservierungsstoffe zugesetzt. Somit ist eine nahezu unendliche Haltbarkeit garantiert und der Hersteller muss keine Verluste durch Verderb in Kauf nehmen.

Aus gesetzlichen Gründen muss trotz aller Maßnahmen zur  unendlichen Verlängerung der Haltbarkeit dennoch ein Mindesthalbarkeitsdatum auf Endverbraucher-Verpackungen angegeben werden. Das ist aber auch praktisch, denn so ist der Einzelhandel gezwungen nach dem Ablaufdatum die entsprechenden Produkte zu entsorgen und nachzubestellen (!) und auch der gewissenhafte Endverbraucher wird zum schnellen Verzehr der Produkte angehalten bzw. zum Entsorgen „abgelaufener“ Margarine, was zum regelmäßigen Nachkauf führt.
Die antioxidativ wirkenden Vitamine werden im Gegensatz zu den trans-Fettsäuren gerne bei der Deklaration erwähnt und können nicht sichtbar genug auf den Verpackungen stehen, da „ganz normale“ Konsumenten damit Gesundheit assoziieren.

Ebenfalls nicht deklarationspflichtig ist die zugesetzte Stärke. Diese ist mit einem Anteil von mindestens 0,2 % sogar gesetzlich vorgeschrieben, da sie als analytisches Unterscheidungsmerkmal zur Butter dient.

Und Bio-Margarine?

Leider muss ich dich enttäuschen!
Die im Biohandel erhältlichen Margarinen sind zwar nicht so vollgestopft mit künstlichen und synthetischen Vitaminen und deren Vorstufen (statt Carotin zum Einfärben enthalten sie Karottensaft, statt Sorbinsäure enthalten sie Zitronensaft), aber bevor hier der Food-Designer zuschlägt, wurden auch die Öle von Pflanzen aus kontrolliert biologischem Anbau chemisch und physikalisch zu Tode gequält.
So sprechen Erzeuger von Bio-Margarinen zwar von einer „schonenden Umesterung“, aber Umesterung ist Umesterung, und egal ob schonend oder nicht, es entstehen unnatürliche Formen der Fettmoleküle, die ungesund sind!
Leider konnte ich nichts über die Ölgewinnung für Bio-Margarinen herausfinden. Ob diese auf rein physikalischem Wege, also allein durch Pressung, gewonnen werden oder ebenfalls mit Lösungsmittel ausgewaschen werden, kann ich deshalb nicht sagen.
Aber auch, falls der positive Aspekt einer rein physikalischen Gewinnung der Fall sein sollte, bleibt am Ende ein Produkt übrig, was deinem Körper keine Lebenskraft spendet, sondern raubt!

Gesunde Butter-Alternativen

Avocados - gesunde pflanzliche Alternative zur Butter

Aus Avocados lassen sich sowohl süße als auch herzhafte Aufstriche oder Cremes zubereiten.

Wer allerdings dennoch darauf besteht – z.B. den Tieren zuliebe – Butter durch Margarine zu ersetzen, sollte schon alleine wegen der Zusatzstoffe und trans-Fettsäuren auf Bio-Produkte zurückgreifen. Diese sind in Bio-Margarine nämlich überschaubar und vorwiegend natürlicher Herkunft.
Gesunde Alternativen zur tierischen Butter sind natives, ungehärtetes Kokosöl, was einen Schmelzpunkt zwischen 23 und 26 °C hat und somit in einem normal temperierten Zimmer streichfähig ist, auch wenn es im Mund sofort schmilzt. Es kann auch zum Braten verwendet werden.
Weiterhin können reife Avocados in bestimmten rohköstlichen Rezepten die Butter ersetzen und/oder als Brotaufstrich – pur oder gewürzt – verwendet werden.
Zum Backen können kaltgepresste native Öle für den nötigen Fettanteil im Kuchenteig sorgen.

Fazit

Die Herstellung raffinierter Öle und Margarinen ist ein aufwändiges Verfahren, bei dem neben hohen Temperaturen und Druck, auch chemische Substanzen mehrfach zum Einsatz kommen, die sogar hochgiftig sind. Verschiedene chemischer Verfahren sorgen zwar für eine angenehme Streichfähigkeit und Konsistenz der Margarine, lassen aber ganz neue chemische Strukturen der Fettsäuren und Fettmoleküle entstehen, die nachweislich im menschlichen Organismus Schaden anrichten!

Am Ende der Herstellungskette hat das Produkt Margarine mehr mit einem Klumpen Kunststoff zu tun, als mit den natürlichen Ausgangsstoffen (pflanzliche Öle), auch wenn Verpackungsdesigner darauf bestehen, diese auf der Endverbraucherverpackung zu erwähnen.
Auch Bio-Margarinen gehören nicht in eine gesundheitsbewusste Ernährung.

Sowohl konventionelle als auch Bio-Margarinen haben nicht das Geringste mit Clean Eating zu tun und in einer vitalstoffreichen Ernährung nichts zu suchen!

Hast du Fragen oder Ergänzungen zum Thema? Gefällt dir der Beitrag oder auch nicht?
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Quellenangaben:

Dr. med. M.O. Bruker/Ilse Gutjahr „Cholesterin der lebensnotwendige Stoff“
https://schrotundkorn.de/ernaehrung/lesen/sk971206.html
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/
http://www.alsan.de/index.php?page=faq


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