Zeit für Aufklärung!

Weißes Mehl (Auszugsmehl)

So schönes weißes Mehl eignet sich hervorragend, um daraus bunte Knete herzustellen. In unseren Organismus richtet es jedoch Schaden an, wenn es regelmäßig verzehrt wird.

Wenn ich die 3 großen Vitalstoffräuber in unserer Ernährung (Fabrikzucker, Auszugsmehle, raffinierte Fette) in meinen Überschriften nummeriere (hier geht’s zu Vitalstoffräuber Nr. 1: Fabrikzucker), bedeutet das keine Abstufungen in der Gefährlichkeit! Ansonsten müsste das Auszugsmehl – zumindest in Deutschland – an erster Stelle stehen, denn der Auszugsmehl-Verbrauch in Form von Broten und anderen Backwaren ist hier enorm hoch! Wesentlich höher als der von Fabrikzucker!

Die Wirkungsweise von Auszugsmehl in der Ernährung ist der des Fabrikzuckers ähnlich, denn bei beiden Nahrungsmitteln handelt es sich um Kohlehydrate.
Während die Gefährlichkeit von Fabrikzucker jedoch glücklicherweise immer häufiger in den Medien erwähnt wird, wird über Auszugsmehle noch kaum ein Wort verloren. Lediglich ist zu lesen und zu hören, dass Vollkorn-Brote gesünder seien – oftmals wird hier als Grund der höhere Ballaststoff-Gehalt angegeben, was aber gar nicht der einzig wahre Grund ist, sondern ein netter Nebeneffekt, der sich auf die Darmtätigkeit positiv auswirkt.
Durch solche Aussagen wird zudem niemandem klar gemacht, dass Auszugsmehle regelrecht krankmachend und schädlich sind!
Und da Brot bei den meisten Deutschen – aber auch in vielen anderen Ländern – beinahe zum täglichen Leben genauso dazu gehört wie der tägliche Griff in die Keksdose, halte ich es für absolut notwendig, hier endlich mit der richtigen Aufklärung zu beginnen!

Vom Vollkornmehl zum Auszugsmehl

Der Anbau von Getreide stand ganz am Anfang der menschlichen Kulturgeschichte. Seit 10.000 Jahren also gehören Getreideprodukte zu den Grundnahrungsmitteln der Menschheit. Während zu Beginn der Getreide-Kultivierung die Körner noch von Hand vermahlen, zerstoßen und zu getrockneten Fladen oder Getreidebreien verarbeitet wurden, gibt es heute jede Menge Getreidespezialitäten – allem voran das gebackene Brot, als Laib oder kastenförmig. Aber auch Brötchen in allen Varianten, Kuchen, Kekse, Waffeln und anderes süße und salzige Gebäck sind von vielen nicht mehr wegzudenken.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde zum Backen und Kochen ausschließlich Vollkornmehl verwendet, d.h. die Körner wurden so vermahlen, wie sie waren: mit Keim und Randschichten.

Damals stimmte das Sprichwort noch:

„Trockenbrot macht Wangen rot!“

Kleingebäck aus Auszugsmehl

Die bessere Geschmeidigkeit des Teiges aus Auszugsmehl steigerte bald sie Kreativität der Bäcker. Mit etwas Übung gelingt aber auch aus Vollkornmehl interessantes und leckeres Kleingebäck.

Mit der Entstehung der Großstädte Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts gab es jedoch zunehmend Versorgungsprobleme, da das Öl aus den Keimen der Getreidekörner schnell ranzig wurde, sobald es an die Luft kam, also sobald das Korn zerkleinert bzw. gemahlen war.
So entwickelte man zu Beginn des 20 Jahrhunderts eine Maschine, die dem Getreide vor dem Vermahlen den Keim entfernen konnte. Da damals davon ausgegangen wurde, dass die wichtigsten und einzig notwendigen Bestandteile der Nahrung Kohlehydrate, Fette und Eiweiße seien – die Vitaminforschung steckte damals noch in den Kinderschuhen – wurde darin natürlich kein Verbrechen gesehen. Da das Mehl aber nach dem Mahlen immer noch Veränderungen aufwies, wurden in diesem Zuge auch gleich noch die äußeren Randschichten der Körner entfernt, denn sie galten als zellulosereicher Ballast.
Übrig blieb der Stärke-Kern des Korns – leere Kohlehydrate also!
Das Bäckerhandwerk freute sich über diese Innovation, denn der Teig erhielt somit bessere Backeigenschaften und wurde heller. Neue Backkreationen entstanden. Wirtschaftlich gesehen waren diese Maßnahmen ein voller Erfolg!

Gesundheitliche Schäden zeigten sich erst viel, viel später, und obwohl die Vitaminforschung inzwischen mächtige Fortschritte gemacht hat und längst darum weiß, dass ein Organismus neben Kohlehydraten, Fetten und Eiweißen noch viel mehr braucht, um gesund zu bleiben und zu überleben, wird Auszugsmehl noch heute in den meisten Arztpraxen nicht als Krankheitsauslöser angesehen, und noch heute wird den jungen Medizinstudenten dieses Wissen vorenthalten, denn inzwischen leben ja mächtige Konzerne davon. Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie arbeiten Hand in Hand!

 

Brötchen aus Auszugsmehl

Weiße Brötchen gehören zu den beliebtesten Backwaren. Jedoch gehören sie zu den Verursachern der meisten chronischen Erkrankungen!

Warum sind der Keim und die Randschichten denn so wichtig?

Jedes Nahrungsmittel, was du aufnimmst, muss verstoffwechselt werden. Das bedeutet, es muss so umgebaut werden, dass dein Organismus daraus Energie gewinnen kann, aber auch, dass er Überreste wieder ausscheiden kann!
Dein Körper ist also eine große Bio-Fabrik! Aber die Handwerker dieser Fabrik brauchen Werkzeuge!
Jedes naturbelassene Lebensmittel bringt eine Menge dieser Werkzeuge gleich mit, die die Handwerker dazu brauchen, um es zu zerkleinern, zu zersetzen und in Energie und ausscheidungsfähige Substanzen umzuwandeln! Und meistens bleiben sogar noch ein paar dieser Werkzeuge übrig – für den Notfall – und werden in verschiedenen Depots – Speicherorganen – aufbewahrt. Diese Werkzeuge heißen: Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Farb- und Aromastoffe, Saponine, Aminosäuren, Fettsäuren usw. und viele sind vermutlich noch nicht mal entdeckt.
Fehlen einige dieser Werkzeuge, muss improvisiert werden, denn dein Körper ist immer(!) auf das Überleben aus! Somit wird aus dem, was noch zu finden ist, provisorisches Werkzeug gebastelt.
Es werden Knochen, Zähne, Haut, Schleimhaut und später auch innere Organe angezapft. Irgendwann werden sich hier Schäden zeigen, falls das regelmäßig notwendig ist.
Und in unserer Zivilisation ist das inzwischen regelmäßig notwendig! Unser Organismus befindet sich in einem ewigen Notfall-Modus!
Ein Mangel in Zeiten des Überfluss‘!

Die Vitaminforschung hat inzwischen herausgefunden, dass im Keim des Getreides Vitamin B 1 in einer so hohen Konzentration vorliegt, wie in keinem anderen Lebensmittel – zumindest wurde noch keins gefunden, wo die Konzentration höher ist!
Außerdem befinden sich im Getreide, vorwiegend in den Randschichten (!) noch weitere Vitamine des B-Komplexes: B 2, B 6, Panthothensäure, Nikotinsäureamid, Folsäure, Biotin.
Alle B-Vitamine werden zur Verarbeitung des Stärkekerns des Getreides benötigt.
Da jedes Kohlehydrat – egal ob Stärke oder (Frucht-)Zucker – beim Abbau die Traubenzuckerstufe durchläuft, benötigt es Vitamin B 1 und die anderen B-Vitamine!
Da auch unsere Nervenzellen auf einen geregelten Kohlehydratstoffwechsel angewiesen sind, werden hier Vitamin B 1-Mangelerscheinungen besonders schnell sichtbar. Aber leider bleiben sie irgendwie auch unsichtbar, denn Müdigkeit, Depressionen, Stimmungsschwankungen, fehlende Konzentration, Kopfschmerzen, Migräne, Kopf- und Hautjucken, Missempfindungen, Zappeligkeit bei Kindern, Abgeschlagenheit usw. gehören heute zu den normalen Empfindungen im Alltag und können schließlich erfolgreich medikamentös unterdrückt werden. Oder man macht die schlechte Kindheit, den stressigen Job oder gar die Erbanlagen dafür verantwortlich!
Dabei haben wir in unserer Gesellschaft einen flächendeckenden Vitamin B 1-Magel!

Bevor du jetzt aber losflitzt und dir Vitamin B 1-Tabletten aus der Apotheke holst, möchte ich noch erwähnen, dass isolierte Vitamine zwar einige Symptome bessern mögen, aber ebenso nebenwirkungsreich sind, wie etwa synthetische Blutdrucksenker! Denn auch diese müssen verstoffwechselt werden, und auch dafür ist Werkzeug nötig!
Denn nicht umsonst enthält ein naturbelassenes Getreidekorn mit Keim und Randschichten außer B-Vitaminen noch: Vitamin E, Vitamin K, Inosit, Phosphate, Kalium, Kalzium, Magnesium, Kieselsäure, Eisen, Zink, Mangan, Kupfer, Bor, Aluminium, Selen, Molybdän, Nickel, Arsen, Fluor, Jod, Kobalt, Chrom, Blei, Brom, Zinn, Titan, Silber, viele Enzyme und sicher noch viele unentdeckte Vitalstoffe mehr!
Nur das Zusammenspiel aller Vitalstoffe sorgt für einen reibungslosen, gesunden und nebenwirkungsfreien Ablauf! Alle Vitalstoffe helfen sich gegenseitig beim Um- und Abbau! Fehlt einer, treten schon Störungen auf!

Somit dürfte klar sein, dass die „Konserve“ Auszugsmehl wertlos ist und bestenfalls zur Herstellung unbedenklicher Kinder-Knete dient (sofern sie nicht gegessen wird). Nicht nur, dass das Auszugsmehl deinem Organismus nichts liefert, es raubt ihm ziemlich viel! Und das vielleicht sogar tagtäglich über Jahrzehnte hinweg!
Dabei macht es auch überhaupt keinen Unterschied, ob es sich um Weizen-, Dinkel- oder Roggenauszugsmehl handelt. Dass Roggen- oder Dinkelauszugsmehl besser seien als Weizenmehl, ist somit ein großer Irrtum, der durch die Medien rauscht und offensichtlich nicht genug hinterfragt wird. Dass Dinkel- und Roggenkörner eine höhere Konzentration an Vitalstoffen haben als Weizenkörner, stimmt jedoch, denn wie auch im Obst und Gemüseanbau, hat die Menschheit mit dem Weizen eine Sorte gezüchtet, die mehr Quantität als Qualität liefert!

Die Folgen des großen Auszugsmehl-Verzehrs zeigen sich inzwischen in nahezu allen chronischen Krankheitsbildern und scheinen tatsächlich an Nachkommen weitergegeben zu werden, denn viele Babys leiden schon an unerklärlichen Hauterkrankungen und/oder Gemütsstörungen (einige Schreibabys z.B.) und immer mehr Kinder sind schon chronisch krank bevor sie das Schulalter erreichen.
Nicht nur Diabetes oder Zöliakie, sondern auch rheumatische Erkrankungen, Bluthochdruck, Allergien, Arteriosklerose, Morbus Alzheimer, chronische Darmentzündungen, Herz- und Gefäßerkrankungen, Haarausfall, Karies u.v.m. sind Folgen unserer vitalstoffarmen Ernährung!

“Trocken Brot, macht Wangen rot.
Doch auf die Dauer, leider tot.”
(Manfred Schröder (*1938), deutsch-finnischer Dichter, Aphoristiker und Satiriker)

Dem Gluten die Schuld geben

Zurzeit erlebe ich, dass das Brot bzw. Getreide in der Literatur und von „Experten“ regelrecht verteufelt wird. Einige Heilpraktiker und Buchautoren empfehlen ihren Patienten und Lesern gänzlich auf Brot bzw. Getreideprodukte zu verzichten. Oder zumindest auf Gluten, auch wenn keine Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie) vorliegt! Gluten ist ein sog. Klebereiweiß, das in unterschiedlichen Getreidesorten in unterschiedlicher Konzentration vorkommt und für eine gewisse Bindefähigkeit des Getreides sorgt.
Da mir aber auch nach intensivem Nachfragen und Nachlesen bisher keine plausible und logische Erklärung geliefert werden konnte, kann ich an dieser Stelle nur davon ausgehen, dass auch bei diesen Kollegen die Unwissenheit über den Unterschied von Brot und Brot zu solchen Aussagen führt.

Zöliakie ist heilbar!

In meiner Arbeit als Heilpraktikerin konnte ich zusehen, wie eine junge Frau, die an Zöliakie (Unverträglichkeit von Gluten) litt, durch den konsequenten Verzicht auf Vitalstoffräuber und den Konsum von vitalstoffreichen Lebensmitteln (in ihrem Fall zu 80 % Rohkost) bereits nach 2 Jahren wieder glutenhaltiges Vollkorn(!)-Getreide beschwerdefrei essen konnte und somit nicht nur an Lebensqualität und Essensfreude, sondern auch an ganzheitlicher Gesundheit gewann!
Ihr Arzt hatte ihr keine Heilung prophezeit, wie es meistens der Fall ist. Er erklärte ihr, dass ihr eben ein Enzym fehle, was zur Verarbeitung des Glutens notwendig sei.
Offensichtlich wusste er nicht, dass man dieses Enzym über die Nahrung aufnehmen kann! Nämlich vorwiegend mit glutenhaltigen Getreidekörnern!

Deshalb kann ich diese Empfehlungen – auf Gluten zu verzichten – nicht teilen, zumindest solange es vertragen wird.  Somit würden den Betroffenen in meinen Augen gleichzeitig wichtige ganzheitliche Heilungschancen entzogen werden, denn Getreide sollte weiterhin ein fester Bestandteil in unserer Ernährung sein – nur eben als Vollkorngetreide und am besten frisch gemahlen oder gekeimt! Denn leider verlieren sich viele wertvolle Inhaltsstoffe, sobald sie mit Licht und Sauerstoff in Berührung kommen.
Viele Bioläden bieten aber das portionsweise frische Mahlen inzwischen an.

Alternative zu Auszugsmehl

Auch aus Vollkornmehl können leckere Speisen hergestellt werden, die dem Organismus zudem noch nutzen.

Vollkorngetreide gehört in eine vitalstoffreiche Vollwerternährung!

Mit dem Frischkornmüsli, was nach Möglichkeit täglich genossen werden sollte, erhalten wir viele wichtige Vitalstoffe, die auch unsere Werkzeug-Depots immer etwas füllen – für den Notfall!

Aber auch unser täglich Brot trägt zu einer guten Versorgung mit Vitalstoffen bei, wenn es aus frisch gemahlenem Vollkorngetreide gebacken wurde.
Bitte frage beim Brotkauf dem Verkäufer Löcher in den Bauch, denn ob ein Brot aus Vollkornmehl besteht, kannst du weder an der Farbe noch am Feinheitsgrad erkennen!

Omeletts mit Vollkornmehl, frische Waffeln, Griesbrei, Pudding, Saucen und sogar weihnachtliches Kleingebäck können als vitalstoffreiche Leckereien einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit leisten, wenn sie mit Vollkornmehl und ohne Fabrikzucker und raffinierte Fette zubereitet werden!

Im Übrigen sind B-Vitamine sehr hitzestabil, wenn sie sich in einem sauren Milieu befinden. Vielleicht ist genau das der Grund dafür, dass man Roggenbrote teilweise immer noch für gesünder hält als Weizenbrote. Denn da Roggenteig mit Hefe nur sehr wenig aufgeht, wird hierfür Sauerteig verwendet – eine jahrtausend alte Methode.

Fazit

Seit tausenden von Jahren gehören Brot und Getreidebreie zu den Grundnahrungsmitteln der Menschheit.
Die seit gut 100 Jahren steigende Zahl an chronischen Krankheiten verdanken wir zweifelsohne der fabrikatorischen Verarbeitung unserer Nahrungsmittel. Auszugsmehle werden dabei in bedenklich großen Mengen von der europäischen und nordamerikanischen Bevölkerung in Form von Backwaren konsumiert.
Wenn dir deine Gesundheit wichtig ist, solltest du sofort das Auszugsmehl als einen Haupt-Vitalstoffräuber neben Fabrikzucker und raffinierten Fetten meiden!
Vollkornprodukte aus frisch gemahlenen unversehrten Getreidekörnern sind dagegen sehr vitalstoffhaltig und sollten in deinem täglichen Speiseplan nicht fehlen!

Bist du bereit für diese große Umstellung?
Vermutlich tun sich bei dir viele Fragen zu diesem Thema und der praktischen Umsetzung auf. Zögere nicht, sie zu stellen! Entweder in der Kommentarbox oder – wenn du es diskreter magst – per Mail.

 

Signatur


Quellen:
Dr. M.O. Bruker “Unsere Nahrung, unser Schicksal”
https://de.wikipedia.org/wiki/Getreide


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