Der Saft der Holunderbeeren ist ein hervorragendes natürliches Heilmittel bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten. Auch bei Blasenentzündungen hat er sich bewährt.
Allerdings sind rohe Holunderbeeren in größeren Mengen (wie sie im Saft stecken) leicht giftig und können zu Übelkeit und anderen Magen-Darm-Beschwerden führen.
Es ist deshalb wichtig, Holundersaft bzw. Holunderbeeren wenige Minuten köcheln zu lassen, da die giftige Substanz Sambunigrin dadurch zerstört und der Saft bekömmlich wird.
Die heilenden Wirkstoffe, wie z.B. Vitamin C, B-Vitamine, Flavonoide, Eisen und andere wichtige Mineralien und Spurenelemente und ätherische Öle, bleiben bei einer nur kurzen Erhitzungszeit zu einem großen Teil erhalten.

Das folgende Rezept ist ohne Süßungsmittel.
Ich empfehle, den Saft entweder vorbeugend als kleine Kur oder bei (beginnenden) Infekten zu trinken. Dabei solltest du entweder komplett auf Süße verzichten oder kalt geschleuderten Honig mit seinen ebenfalls heilenden Wirkstoffen kurz vor der Einnahme in den Saft einrühren.
Wenn du dich fröstelig fühlst, kannst du den Saft nochmals kurz erhitzen, dann wärmt er schön durch und der Honig löst sich besser auf.

Holundersaft ohne Entsafter herstellen

Portionen 500 ml

Zutaten

  • 1 kg Holunderbeeren-Dolden
  • 400 ml Wasser
  • 1 Bio-Zitrone

  1. Trenne die Beeren mit einer Gabel von den Dolden und gib sie in einen Topf. Sortiere grüne bzw. unreife Beeren dabei aus.

  2. Gib das Wasser dazu und lass alles aufkochen.

  3. 5-10 Minuten köcheln lassen, bis die Beeren aufgeplatzt sind.

  4. Inzwischen kannst du die Zitrone auspressen und die Flasche heiß ausspülen. Überbrühe auch den Flaschenverschluss einmal mit heißem Wasser. Solltest du eine Weck- oder Bügelflasche mit Gummidichtung benutzen, ist es wichtig, den Gummi ebenfalls mit kochendem Wasser zu sterilisieren.

  5. Stelle nun den Nussmilchbeutel geöffnet ins Sieb oder lege ein sauberes Tuch hinein, was hinterher farbig bleiben darf. Hänge das Sieb in einen weiteren Topf.

  6. Gieße die Beeren-Suppe jetzt vorsichtig in den Nussmilchbeutel oder das Tuch, lass alles etwas in den Topf ablaufen und drücke die Beeren aus, indem du das Tuch oder den Nussmilchbeutel auswringst. Ich empfehle, dabei saubere Gummihandschuhe zu tragen.

  7. Den ausgepressten Saft solltest du nun noch einmal kurz aufkochen, dann mit dem Zitronensaft verrühren und heiß in die Flasche füllen. Verschließe die Flasche sofort und lass sie vollständig abkühlen, bevor du sie wegstellst.

Tipps und Anregungen:

  1. Hast du genug Holunder-Dolden gesammelt, kannst du auch einige Flaschen Holunder-"Glühwein" - natürlich alkoholfrei - abfüllen. Rühre dazu einfach in einen Teil des heißen Safts gemahlene Nelken, Zimt und Kardamom ein und vergiss nicht, den Saft mit Honig zu süßen, wenn du ihn servierst (oder selbst trinkst). 
  2. Es lohnt sich, immer eine kleine Flasche Holundersaft für den Notfall im Haus zu haben, denn ist die Erkältung da, ist vielleicht gerade keine Holunder-Beeren-Saison.
  3. Hochsaison haben die kleinen schwarzen Beeren von Ende August bis Ende September. Wer sie nicht im Garten hat, kann sie mit etwas Glück an Wald- und Feldrändern und sogar in bebauten Wohngegenden finden, denn Holundersträucher sind sehr gesellig, tolerant und anspruchslos. Spaziergänge mit wachsamen Augen lohnen sich also.
  4. Solltest du den Saft bis zur nächsten Beeren-Saison nicht brauchen, freue dich über dein starkes Immunsystem und trinke ihn gern trotzdem kurz vor dem nächsten Herbstbeginn portionsweise aus, damit dein Immunsystem weiterhin so schön fit bleibt.

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