Nachdem ich einer Klientin dazu geraten hatte, aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme nicht nur auf die 3 Bösewichte Fabrikzucker, Auszugsmehle und raffinierte Fette zu verzichten, sondern auch auf (erhitztes) tierisches Eiweiß, schrieb sie mir, sie hätte letztens eine ganz große Lust auf ungarische Lángos verspürt, “so wie vom Weihnachtsmarkt”, und ob ich dafür nicht ein alternatives Rezept hätte.
Ich muss gestehen, dass ich aufgrund der ungesunden Zutaten  bisher nur den Geruch von Lángos kannte und diesen auch tatsächlich sehr lecker und verführerisch finde. Deswegen kann ich natürlich nicht sagen, wie nah der Geschmack des folgenden Rezeptes wirklich am Original dran ist. Aber eins ist klar: lecker ist mein Experiment auf jeden Fall geworden.

Ein Hinweis:

Ich bevorzuge bei Teigprodukten immer eine lange Teigführung, da sich beim längeren Ruhen der Stärkeanteil und das Gluten des Mehls verringern und u.a. der Vitamin B12-Gehalt steigt.
Im Rezept habe ich verschiedene Hefemengen angegeben. Je nachdem wie viel Zeit du deinem Teig geben kannst, solltest du die richtige Hefemenge wählen.

Ungarische Lángos, vollwertig und ohne tierisches Eiweiß

Gericht Brot & Brötchen, Snack
Geeignet für Alltag
Portionen 10 Stück

Zutaten

Brotteig

  • 500 g Dinkelvollkornmehl frisch gemahlen
  • 1/6/20 g Hefe frisch
  • 7 g Salz naturbelassen
  • 1 EL Honig kaltgeschleudert
  • 15 g Olivenöl nativ, kaltgepresst
  • 300-400 ml Wasser
  • 1 l Bio-Bratöl zum Frittieren kaltgepresst

Knoblauch-Creme

  • 1 Becher Schmand frisch, nicht hocherhitzt
  • 1 Becher Crème fraîche
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL frische Kräuter z.B. Petersilie und Schnittlauch
  • 1 TL Weißweinessig
  • Salz naturbelassen
  • bunter Pfeffer aus der Mühle

Lángos-Brote

  1. 400 ml Wasser abmessen und bereitstellen.

  2. Die Hefe in ca. 1/3 des Wassers auflösen und zum Mehl geben.

  3. Das Salz ebenfalls in ca. 1/3 des Wassers auflösen und ebenfalls zum Mehl geben.

  4. Olivenöl und Honig zugeben, und mit den Händen alles ca. 5 min zu einem weichen, aber formbaren Teig verkneten.

    Restliches Wasser nach und nach zufügen, bis die passende Konsistenz erreicht ist. Ggf. wird nicht das ganze Wasser verbraucht.

    Wenn der Teig an den Händen klebt, kannst du die Hände immer wieder in das Restwasser eintauchen und dann weiterkneten.

  5. Den Teig je nach verwendeter Hefemenge ruhen lassen:

    1 g Hefe: 24 Stunden

    6 g Hefe: 10 - 12 Stunden

    20 g Hefe: 1 Stunde

    Bei den längeren Ruhezeiten, den Teig etwa alle 4-8 Stunden dehnen und falten:

    Teig von allen Seiten nacheinander in die Länge ziehen und über sich selbst schlagen.

  6. Ausreichend Bratöl in eine Pfanne geben. Die Brote sollten schwimmen können, wenn sie gleich darin baden gehen.

  7. Pfanne erhitzen, aber nicht zu heiß, eher obere Mittelstufe, da ist ja jeder Herd anders.

  8. Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und in 10 Teile teilen. Hände mit Olivenöl einölen und aus den Teilen erst Kugeln formen und diese dann zu ca. 1 cm dicke Fladen ziehen oder ausrollen.

  9. Fladen sofort in das heiße Öl geben und 2-3 Minuten von jeder Seite goldbraun frittieren.

  10. Die fertigen Fladen auf Küchenkrepp etwas abkühlen lassen, dann mit der Knoblauch-Creme bestreichen und mit Frischkost belegen.

Knoblauch-Creme

  1. Kräuter feinhacken, Knoblauch schälen und pressen und alle Zutaten miteinander verrühren.

Hinweise

Crème fraîche und Schmand

... sind zwar Milchprodukte, enthalten jedoch nur einen sehr geringen und zu vernachlässigen Anteil an tierischem Eiweiß. 
Selbstverständlich kannst du auch vegane Ersatz-Produkte verwenden, beachte jedoch, dass die gekauften meistens aus industriell hochverarbeiteten Zutaten bestehen und somit nicht vollwertig sind. Idealerweise bereitest du dir deinen Schmand- und Crème-Ersatz z.B. aus gemixten Cashew-Nüssen oder weißem Mandelmus selbst zu. 

Tipps für den Belag

Der Original-Lángos-Belag besteht neben der Knoblauch-Creme u.a. aus geriebenem Käse. 
Wer nicht ganz auf tierisches Eiweiß verzichten muss / will, kann diesen natürlich verwenden. 
Ansonsten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt:
Rucola, Tomate, Gurkenscheiben, Babyspinat, Möhrenraspel, Sprossen & Microgreens, gebratene Räuchertofu-Würfel (auch nicht vollwertig), frische Kräuter ... 

Wiederaufwärmen

Die Fladenbrote können in einer verschlossenen Dose einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wenn du sie dann im Toaster aufbäckst, schmecken sie wie frisch zubereitet.

Was passiert mit dem Rest Frittieröl?

Das Öl kann weiterhin zum Braten verwendet werden.
Fülle es mit Hilfe eines Trichters in die Original-Flasche (oder eine andere Flasche aus dunklem Glas) zurück und siebe dabei mit einem feinen Sieb oder Kaffeefilter die festen Bestandteile ab.

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren!

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