Mit dem „Rezept für ein natürliches Antibiotikum“ habe ich dir vor einigen Jahre ein wertvolles Mittel zur Vorbeugung und Heilung von grippeähnlichen Erkrankungen vorgestellt.
Die Rückmeldungen dazu waren sehr unterschiedlich von „schmeckt ja lecker“ über „wenn’s sein muss, kann man das nehmen“ bis zu „das bekomme ich einfach nicht runter“ war alles dabei.
In meiner Familie traf überwiegend Letztes zu, wobei es nie wirklich jemand gemerkt hat, wenn ich das teelöffelweise (besser als nichts) ins Salatdressing gemischt habe. Aber auch der Konsum von Salaten hat bei meinen Pubertieren inzwischen ganz schön nachgelassen.

Jede Mutter ist natürlich an der Gesundheit ihrer Familie interessiert und so war ich begeistert, als ich vor etwa 2 Jahren von der folgenden Rezeptur erfuhr. Dieses natürliche Heilmittel ist zwar durch den Ingwer ebenfalls recht scharf, aber die Zitronen und der Honig machen es zugleich fruchtig-süß und richtig lecker. Eins meiner großen Kinder meinte dazu spontan: „Schmeckt wie ein Ingwer-Shot zum Kauen.“ Nach dem ersten Verziehen der Gesichter durch die Schärfe des Ingwers, welche aber zugleich durch die Süße des Honigs und die Fruchtigkeit der Zitrone ausgeglichen wurde, nehme ich ein „Geht so!“ und „Kann man essen!“ mal als Kompliment an. Und ab und an haben meine Kinder sich dann doch mal freiwillig ein kleines Löffelchen davon gegönnt und sind stets gut durch die Erkältungszeiten gekommen.
Aufgrund der übersichtlichen Anzahl an Zutaten, die sich in jedem Bioladen schnell beschaffen lassen, ist der Immun-Booster auch noch einfach und unkompliziert in der Herstellung. Lediglich ein Standmixer oder Pürierstab wird benötigt.

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Immun-Booster

Zutaten

  • 400 g Bio-Zitronen
  • 100 g Bio-Ingwer
  • 250 g Honig kaltgeschleudert

  1. Die Zitronen und den Ingwer lauwarm waschen.

  2. Zitronen mit der Schale in mixergerechte Stücke schneiden und in den Mixer oder ein schmales, hohes Rührgefäß geben.

  3. Den Ingwer ebenfalls in Stücke schneiden und dazu geben.

  4. Mit dem Mixer oder Pürierstab alles zu einem Mus verarbeiten. Dabei muss öfter vom Rand des Behälters abgeschabt werden.

    Alternativ könnte es auch mit einem Fleischwolf und einer feinen Lochscheibe funktionieren.

  5. Den Brei aus dem Mixbehälter (bei einem Standmixer) in eine Schüssel umfüllen und mit dem Honig gut vermischen.

  6. Alles in zuvor heiß ausgespülte und abgekühlte Gläser füllen, fest verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.

Anwendung:

Kurweise:
2x täglich 1 Teelöffel während der Herbst- und Winterzeit einnehmen.

Im Akutfall:
Bei beginnenden und bestehenden Erkältungen 3-5x täglich 1 Teelöffel einnehmen.

Wer das Heilmittel pur nicht mag, kann es auch mit lauwarmem Wasser mischen oder einem abgekühlten Lieblingstee beimischen. Auch in Salatdressings kann es Anwendung finden. 

Tipps

Ich nehme gerne Lindenblütenhonig von einem Imker aus der Region. Lindenblüten sind für ihre positive Wirkung auf die Atemwege und gegen Erkältungen bekannt.

Das Mittel soll sich mindestens 1 Jahr lang im Kühlschrank halten. Diese Angabe ist ohne Gewähr, da ich es selbst noch nie so lange aufbewahrt habe. 4 Monate hält es sich aber auf jeden Fall.

Beachte bitte, dass auch dieses Heilmittel nur der Unterstützung dient, wenn das Leben und der gesunde Lebensstil ausnahmsweise mal aus den Fugen geraten sind. Grundsätzlich sollte auf eine Lebensführung nach den Gesetzen der Natur geachtet werden.

Wissenswertes

Die Wirksamkeit dieses alten Hausmittels ist wissenschaftlich nicht belegt. Das liegt daran, dass sich noch nie jemand die Mühe gemacht hat, dieses überhaupt wissenschaftlich zu untersuchen. Und das wiederum könnte daran liegen, dass für die Untersuchung keine Gelder bereitgestellt werden. Denn Geld gibt es leider nicht mehr nur, um die Neugier der Menschheit zu befriedigen, sondern nur noch, wenn etwas erforscht wird, was anschließend mehr Geld einbringt, als das Erforschen verschlungen hat. Dass es zudem hinreichend bekannt wird, dass so ein einfaches Mittel, die Menschheit bei Gesundheit hält, dürfte einigen Firmen auf diesem Planeten so gar nicht ins Konzept passen.
Wir müssen uns also auf überlieferte und eigene Beobachtungen sowie auf das bisherige bekannte Wissen über die Einzelkomponenten stützen.

Zitronen

Zitronen werden schon seit jeher als wirksames Mittel bei Erkältungen und zur Vorbeugung eingesetzt. Noch immer versucht man sich dieses mit dem hohen Gehalt an Vitamin C zu erklären. Vitamin C gilt als DAS Vitamin für ein starkes Immunsystem.
Inzwischen ist aber bekannt, dass Zitronen zwar Vitamin C enthalten, jedoch nicht unbedingt in schwindelerregenden Höhen. Kiwis etwa und frische grüne Kräuter sind den Zitronen in dieser Hinsicht haushoch überlegen.
Viele schwören auch auf eine „heiße Zitrone“, welche durch das Aufgießen von frischem Zitronensaft und der Zugabe von etwas Honig zubereitet wird. Bei diesem Prozess gehen definitiv die wasserlöslichen Vitamine, also auch das Vitamin C, verloren. Dennoch berichten viele, dass ihnen dieses Getränk guttut und Erkältungssymptome zumindest lindert. Vergleichbar ist das Trinken einer „heißen Zitrone“ wohl auch mit den beliebten Zitronenwickeln, die sich bei Halsschmerzen und Husten bewährt haben. Dafür wird eine halbe Bio-Zitrone mit Schale mit einem halben bis dreiviertel Liter heißem Wasser übergossen, die Schale im Wasser mit Hilfe von Messer und Gabel eingeritzt und die halbe Zitrone mehrmals kräftig gedrückt, so dass sowohl der Saft als auch die ätherischen Öle in das Wasser übergehen können. Ein Baumwolltuch wird nun in das heiße Zitronenwasser getaucht, ausgewrungen und auf den vorderen Hals (Nacken frei lassen!) oder – bei Husten – auf die Brust gelegt und mit einem Wolltuch fixiert. Die Beschwerden verschwinden auf wundersame Weise. Das schluckweise Trinken der heißen Zitrone könnte man demnach als einen Wickel von innen ansehen. Vitamin C ist es also nicht vorherrschend, was da wirkt.
Werfen wir einen Blick auf die ätherischen Öle. Sie sollen antiseptisch wirken, also Keime abwehren, scheinen aber auf jeden Fall entgiftend zu wirken. Es gibt kaum eine natürliche Entgiftungskur, in der Zitronen keine Rolle spielen. Der durchschlagende Erfolg von Zitronenwickel bekräftigt diese Annahme. Lässt man das ätherische Öl der Zitrone z.B. mit einen Diffuser im Zimmer fein zerstäuben, wirkt es auf die Raumluft klärend und reinigend – also auch irgendwie entgiftend.
In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird die Zitrone dem Element Holz zugeordnet. Das Holz steht für den Frühling, den Neubeginn. Dem Element Holz werden in der TCM die Entgiftungsorgane Leber und Galle zugeordnet.
Wir kommen wohl nicht daran vorbei, dass die Zitrone auf jeden Fall etwas mit Reinigung zu tun hat und unseren Körper hier bei seiner Entrümpelungsaktion während einer Erkältung, Grippe o.ä. unterstützt.
Denn letztendlich dient jeder grippale Infekt, der mit einer Entzündung der Atemwege, aber auch des Darms (akute Durchfallerkrankungen) einhergeht, einer Reinigung und Entgiftung des Organismus‘.

Ingwer

Die Wurzeln aus Südasien sind echte Allround-Talente. Mehr als 400 Wirkstoffe konnten im Ingwer bereits nachgewiesen werden. Eine besondere Affinität hat Ingwer zu Beschwerden des Magen-Darm-Trakts, aber auch bei Übelkeit, die durch Irritationen des Gehirns (Reiseübelkeit / Schwangerschaft) hervorgerufen werden.
Bei akuten entzündlichen Prozessen, wie z.B. grippeähnlichen Infekten, kommt insbesondere die wärmende, stoffwechselanregende und durchblutungsfördernde Eigenschaft zum Tragen. Diese unterstützt den Körper ebenfalls dabei, ungünstige Stoffwechselendprodukte schneller zu entsorgen, aber auch, körpereigene Helfer, wie Leukozyten, Lymphozyten und sog. Antikörper, schneller und ungehinderter an den Ort der Entzündung zu bringen. Antiseptische Wirkstoffe helfen zudem, die Mikrobenlast zu regulieren.
Auch Ingwer kann äußerlich in Form von Umschlägen und (Fuß-)Bädern angewendet werden. Er sorgt vor allem für eine gute Durchblutung der Haut, wodurch ein schneller Abtransport von Störfaktoren möglich ist.
In der TCM wird Ingwer dem Element Metall zugeordnet. Das Element Metall steht für den Herbst und läutet die nach innen gerichtete Zeit ein. Nach der Hyperaktivität im Sommer, haben wir uns jetzt den Rückzug verdient und sollten diesen zum Kräftetanken wahrnehmen. Auch innen sollten wir im Herbst und Winter ruhiger werden, und weniger üppig essen, damit der Organismus nicht so viel Zeit und Kraft für die Verdauungsarbeit benötigt, sondern sich mehr der Regeneration widmen kann. Dazu gehört auch, dass wir dem Bedürfnis nach mehr Schlaf folgen sollten.
Erkältungskrankheiten im Herbst und Winter sind nicht selten die Folge von Schlafmangel und zu viel und zu ungesundem Essen. Dem Körper fehlt einfach die nötige Ruhe. Möglicherweise kann das Metall-Lebensmittel Ingwer uns dabei unterstützen, wieder in diese Balance zu kommen.
Da Ingwer positiv auf den Verdauungstrakt wirkt, könnte eine weitere indirekte Unterstützung dieses anerkannten Heilmittels bei Atemwegsinfekten auch darin bestehen, dass es für eine Entlastung des Darms sorgt.
Das Element Metall ist zudem der Lunge zugeordnet. Lebensmittel wie Ingwer unterstützen somit die Funktion der Lunge und stärken diese. Somit steigt die Abwehrkraft schon deshalb, da eine starke Lunge eine Voraussetzung für ein gesundes Säure-Basen-Gleichgewicht ist. Dieses wiederum ist maßgeblich für unseren Gesundheitszustand.

Honig

Honig wird auch gerne als „flüssiges Gold“ bezeichnet. Er schmeckt nicht nur lecker, sondern besitzt ebenfalls starke Heilkräfte, welche allerdings ebenso wenig erforscht sind, wie die der Zitrone. Wir wissen, dass Honig zwar viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente besitzt, jedoch sind die Mengen im Verhältnis zum Zuckergemisch aus Fruktose und Glukose recht gering. Kaltgeschleuderter Honig enthält zudem viele Enzyme, die bei der Umwandlung von Pflanzennektar durch die Bienen gebildet werden und verschiedene heilsame Wirkungen haben, wie z.B. Schmerzlinderung und die Hemmung von Entzündungen. Auch eine fiebersenkende und allgemein kräftigende Wirkung wird dem Honig nachgesagt.
Da Honig aus Blütennektar entsteht, können wir davon ausgehen, dass sich im Honig ebenfalls die Heilkräfte der entsprechenden Pflanzen befinden, auch wenn sie in ihrem Ursprung kaum mehr wahrnehmbar sind.
In der TCM wird der Honig dem Element Erde und somit der Mitte zugeordnet. Jahreszeitlich passt dieses Element in den Spätsommer. Hier entstehen der Ausgleich und die Kehrtwende: Während die Natur zuvor im Aufstreben und Wachstum war, kehrt nun alles zur Erde zurück. Das Wachstum geht nun von den Wurzeln im Unsichtbaren Bereich aus und erfolgt nach unten.
Lebensmittel, die der Erde zugeordnet sind, haben einen Bezug zur Milz, dem Organ, welches aus den Nahrungsbestandteilen frisches Blut herstellt und altes Blut recycelt.
Auf der körperlich-geistigen Ebene sorgen Lebensmittel aus diesem Bereich für Ausgewogenheit und bringen uns zurück in unsere Mitte. Oftmals ereilen uns ja Erkältungen, wenn wir im Stress sind – also nicht mehr in unserer Mitte. Deshalb ist es so wichtig, die Krankheit nicht als lästiges Übel, sondern als hilfreiche Freundin anzuerkennen, die uns dazu bringt, eine Weile aus dem Hamsterrad auszusteigen und wieder das zu sehen, was vor unserer Nase ist. Honig erleichtert uns diesen Prozess. Lebensmittel aus dem Element Erde helfen zudem dabei, wieder mehr aus dem gesunden Menschenverstand heraus zu handeln – also weniger aus dem Kopf und dafür mehr aus dem Bauch heraus.

Achtung!

Honig ist nicht gleich Honig! Billiger Honig wird oftmals erhitzt, damit die Ausbeute aus den Waben größer ist. Durch das Erhitzen werden aber viele heilsame Wirkstoffe (z.B. Enzyme und Vitamine) zerstört. Achte beim Kauf von Honig deshalb immer darauf, dass er kalt geschleudert wurde! Weiterhin ist zu beachten, dass dem Honig keine Fließmittel zugesetzt wurden und keine Mittel, die das Auskristallisieren, was nach einiger Zeit bei den meisten Sorten passiert, verhindern sollen. Leider müssen dieses Zusatzstoffe von den Herstellern nicht deklariert werden, da sie als sog. technische Hilfsstoffe und nicht als Zutaten eingeordnet werden. Derartige „Hilfsstoffe“ befinden sich oft in Honigsorten in Quetschflaschen.
Da die guten Wirkstoffe aus dem Honig nicht nur wärme- sondern auch lichtempfindlich sind, sollte Honig immer in einem Schrank o.ä. aufbewahrt werden. Dass Honig nicht wie Öl z.B. in Braunglasgefäßen angeboten wird, dürfte seinen Grund in der verkaufsfördernden Wirkung haben, da die Optik der verschiedenen Honigsorten für den Verbraucher eine große Rolle spielen. Aus Respekt vor den Bienen sollten wir Honig jedoch ohnehin mehr als Medizin betrachten, als als Nahrungsmittel, was nur unsere Gelüste befriedigt.
Wenn du einen Imker in deiner Nähe hast, von dem du den Honig direkt beziehen kannst, hast du optimale Voraussetzungen, denn du kannst dir Sicherheit darüber verschaffen, dass dieser Honig traditionell geschleudert wurde, nicht in großen Tanks, die zuvor chemisch gereinigt wurden, gelagert und transportiert wurde und somit keinen Wertverlust durch lange Lagerungszeiten erlitten hat. Außerdem steht der Honig dann nicht wochenlang dem Licht ausgesetzt in Großhandels- und Supermarktregalen.

 

Alles wirkt zusammen

Grobstofflich finden wir in diesem Immun-Booster viele Wirkstoffe, die teilweise auch in anderen Lebensmitteln vorkommen. Die Wirkung des Immun-Boosters dürfte im feinstofflichen und somit für uns unsichtbaren und nicht greifbaren Bereich liegen.
In der TCM wird die Nahrung als Heilmittel benutzt und so zusammengestellt, dass diese auf die ganz eigene Konstitution und bestimmte eventuelle Beschwerden ausgerichtet ist. Alle Lebensmittel bringen spezifische energetische Informationen mit, die sich in einer Heilspeise vereinen sollen.
In diesem Immun-Booster werden die sehr unterschiedlichen energetischen Eigenschaften von Zitrone und Ingwer (z.B. Zitrone kühlt, Ingwer wärmt) durch den ausgleichenden Honig vereint und können so im Einklang wirken.

Ich wünsche dir alles Gute für deine Gesundheit!

Rechtliche Hinweise/Haftungsausschluss:
Dieser Beitrag und seine Hinweise ersetzen nicht den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Für die Anwendung der hier vorgeschlagenen Methoden bist du selbst verantwortlich! Für eventuelle Schäden, die dadurch entstehen, übernehme ich keine Haftung!


Quellen:
https://www.mylife.de/heilpflanzen/zitrone/
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/ingwer-uebersicht/ingwer
https://www.geo.de/wissen/gesundheit/17328-rtkl-superfood-honig-das-fluessige-gold
https://bienen.info/ist-honig-gesund-eine-biologin-klaert-auf/
Barbara Temelie / Beatrice Trebuth „Das Fünf Elemente Kochbuch“

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