Rejuvelac ist ein an Milchsäurebakterien reiches probiotisches Getränk.

Es unterstützt den gesunden Aufbau der Darmflora und somit dein Immunsystem.
Es ist reich an B-Vitaminen (auch Vitamin B12!), Vitamin E, Vitamin K, Aminosäuren und Enzymen. Du kannst es (verdünnt) trinken oder als Starter-Kultur für probiotische Lebensmittel – z.B. fermentiertes Gemüse – nehmen.

Die Herstellung ist sehr einfach, braucht jedoch etwas Zeit.

Die Herstellung von Rejuvelac

Du brauchst:

  • 100 g Getreide- oder Pseudogetreidekörner (Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Kamut, Naturreis, Hirse, Amaranth, Quinoa, Buchweizen u.a.)
  • Wasser zum Einweichen und Spülen
  • 400 ml Wasser für den Ansatz
  • Sprossenglas oder eine Keramikschüssel, ein großes Sieb und ein sauberes Leinen- oder Baumwolltuch
  • ein weiteres Glas mit mind. 0,5 l Volumen

Weiche zunächst die Getreidekörner in einem Glas oder einer Keramikschüssel für 8 Stunden oder über Nacht ein. Ich persönlich nehme dafür gerne Naturreis.

Schütte die eingeweichten Körner in ein Sieb und spüle sie unter fließendem Wasser gründlich durch und lasse alles gut abtropfen.
Lege das Sieb mit den Körnern in die leere Schüssel und decke es mit dem Tuch ab.
Spüle die Körner 2-3 mal am Tag durch.
Falls du ein Sprossenglas hast, kannst du dieses zum Keimen benutzen. Das macht die Sache einfacher.

Mehr zum Thema Sprossen und Keimlinge ziehen, findest du hier –>Klick!

Nach 2 Tagen sollten sich 1-2 cm lange Keime gebildet haben. Diese Keime werden jetzt fermentiert.

Schütte dazu die gekeimten Körner in das große Glas und füge 400 ml Wasser zu. Decke das Gefäß mit einem Tuch ab und lasse es 2 Tage stehen.

Die entstandene trübe Flüssigkeit ist das Rejuvelac. Du kannst es (evtl. verdünnt) trinken oder als Starter-Kultur im Kühlschrank aufbewahren.

Die Getreidekeimlinge kannst du gründlich durchspülen und ein zweites Mal mit Wasser fermentieren.

Rejuvelac aus Reiskeimlingen

Mit Rejuvelac lässt sich nicht nur Gemüse wunderbar fermentieren, auch Joghurts oder veganer Käse lassen sich damit herstellen,

Ich bin gespannt auf deine Erfolge und würde mich über einen kleinen Kommentar zum Thema freuen!

 

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Quellenangaben:
Angelika Fürstler “Sprossen & Mikrogrün”


4 Kommentare

Madeleine · 26. Juli 2019 um 9:46

Hallo Jenny,
Das entstandene Rejuvelac aus Buchweizen und 4 Tagen Fermentieren ist sehr mild und gar nicht so sauer wie der bekannte Brottrunk. Ist das so richtig?
Kann man die Körner , nach dem 2 maligen fermentieren, eigentlich für irgendwas weiter verwenden? Wäre doch schade, sie weg zu werfen. Vielleicht trocknen und dann als “Keimmehl ” verwenden oder beim Brotbacken als Ganze Keime zu geben? Oder haben Sie noch eine andere Idee dazu?
Gruß Madeleine

    Jenny · 26. Juli 2019 um 10:15

    Liebe Madeleine,
    danke für dein Feedback! Das Spannende beim heimischen Fermentieren ist, dass kein Ferment wird, wie das andere. Nach 4 Tagen hatte ich bisher immer recht saures Rejuvelac. Allerdings habe ich es noch nie mit Buchweizen probiert und nehme immer etwas Rest-Rejuvelac für den nächsten Ansatz als Beschleuniger. Die Fermentation wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Außer der Umgebungstemperatur und dem Aspekt, ob das Getreide z.B. behandelt wurde (bitte immer Getreide aus Bio-Anbau benutzen), ist das verwendete Wasser sehr entscheidend. Leitungswasser ist regional sehr unterschiedlich. Chemische Mittel, die von den Wasserwerken zur Wasserdesinfektion eingesetzt werden, wie z.B. Chlorsalze, können die Fermentation bremsen. Wenn du einen Wasserfilter zu Hause verwendest, kann es ebenfalls sein, dass dieser dein Wasser “zu sauber” filtert. Einige Filter arbeiten auch mit Silber-Ionen, die eine Fermentation beinahe vollständig unmöglich machen. Da dein Rejuvelac zwar mild ist, aber dennoch die Fermentation eingesetzt hat, schließe ich diesen Aspekt aber aus.
    Vielleicht lässt du dein Rejuvelac noch einen Tag länger im Warmen stehen. Probiere es etwa alle 12 Stunde einfach und stelle es kühl, wenn dir der Geschmack zusagt.
    Ich fermentiere auch Gemüse regelmäßig und stelle immer wieder ganz unterschiedliche Fermentationszeiten fest, obwohl ich meine, alles genauso gemacht zu haben, wie beim letzten Ansatz. Vermutlich haben auch Dinge Einfluss, von denen wir gar nichts ahnen.
    Viel Glück und alles Gute für deine Gesundheit!

      Madeleine · 29. Juli 2019 um 10:08

      Hi, Jenny.
      Danke für deine schnelle Antwort.
      Ich probiere den nächsten Ansatz mit Dinkel, mal gucken ob der etwas saurer wird ( ich mag die Säure sehr gerne)
      Ich benutze zwar gefiltertes Wasser, einen einfachen Tischfilter, wie von Britta, jedoch von BWT. Mit Filterkartuschen, die das Wasser mit Magnesium anreichern.
      Und die Temperaturen sind zur Zeit ja auch sehr gut zum Fermentieren.
      Die zurückbleibenden Körner habe ich getrocknet und werde sie jetzt in deinem Rezept für Dinkeltoastbrot vermahlen und einen Teil Dinkel damit ersetzen.
      Bin mal gespannt.
      Vielen Dank übrigens für deinen Blog und die interessanten und sehr gut aufgearbeiteten Themen.

        Jenny · 29. Juli 2019 um 13:23

        Liebe Madeleine,
        danke für diese Erfahrungsaustausch! Das Trocknen der Körner für Brot werde ich auf jeden Fall auch mal probieren. Bisher haben unsere Hühner immer die fermentierten Körner bekommen.
        Magnesium dürfte den Mikroorganismen nichts ausmachen. Jedoch hatte ich mal einen Brita-Filter und habe festgestellt, dass z.B. die Herstellung von Sauerteig (ist ja auch eine Fermentation) mit diesem Filterwasser nicht geklappt hat. Jetzt habe ich einen Filter von Sanacell – damit klappt’s. Vielleicht lag es aber doch an der Getreidesorte?
        Liebe Grüße und gutes Gelingen!

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