Seit 12 Jahren beschäftigt mich das Thema “gesunde Ernährung” nun schon. Bis vor einem Jahr konnte man meine Restaurant-Besuche in dieser Zeit beinahe an einer Hand abzählen. Und meistens blieb es dann ohnehin bei einem Salat.
Ende letzten Jahres wurde ich dann auf das erste Berliner Clean-Eating-Restaurant aufmerksam. Hier erfolgt die Zubereitung der äußerst leckeren Speisen ganz in meinem Sinne!
Doch was bedeutet eigentlich “Clean Eating” genau?

Katharina Thurmann von food for fitness hat sich mit dem Thema auseinander gesetzt und mir den folgenden Gastbeitrag überlassen.
Dafür bedanke ich mich recht herzlich!


Low Fat, Vegetarismus, Paleo, Low Carb, Clean Eating – und das ist nur ein kleiner Einblick in die Welt der  Ernährungsformen. Im Hinblick auf kreativ klingende Ernährungsformen ergänzen sich die Sport- und Lebensmittelindustrie super, stellen diese Schlagworte die optimale Ergänzung zu dem momentanen Fitnesstrend und einem gesunden Lifestyle dar.
Besondere Aufmerksamkeit wird derzeit dem Clean Eating gewidmet – zu Recht? Was versteckt sich hinter dem Trend aus den USA? Welche Vor- und Nachteile bietet diese vermeintlich neue Ernährungsform?

Was ist Clean Eating?clean-eating07

Ursprünglich handelt es sich bei Clean Eating um einen Trend aus den USA.
Clean-Eating-Pioniere wie Tosca Reno haben den Begriff geprägt und gestalten ganze Fitnessprogramme rund um das Schlagwort. Übersetzt bedeutet Clean Eating so viel wie „reines Essen“ und meint damit insbesondere eins: unverarbeitete Lebensmittel, frei von Aroma- und Zusatzstoffen, Zucker & Co. Clean Eating ist also keine neue Ernährungsform, sondern eine Art der Ernährung, die für uns eigentlich selbstverständlich sein sollte – und der lediglich ein neuer Name gegeben wurde, um sie attraktiver und profitabler zu gestalten.

Was ist erlaubt beim Clean Eating?

Das Konzept von Clean Eating ist einfach, denn: Alles ist erlaubt. Ob gesunde Fette, Proteine, Kohlenhydrate oder Ballaststoffe – ihr müsst euch nicht einschränken. Der Fokus beim Clean Eating liegt nicht auf Verzicht, sondern auf einem Bewusstsein für gesunde Lebensmittel und einem natürlichen Essverhalten. Da das Essen frei von sämtlichen Zusatzstoffen sein soll, müsst ihr lediglich auf die Zutatenlisten achten – Lebensmittel mit zugesetztem Zucker und Co sind Tabu. Verarbeitete Lebensmittel mit Zusatzstoffen sollten also im Einkaufsregal bleiben. Stattdessen sind Rohstoffe wie Gemüse, Obst, Salate, Fleisch und Fisch sowie Vollkornprodukte ab sofort gern gesehen Gäste eurer Küche.

Frühstücksbrei aus hochwertigen frischen Zutaten

Frühstücksbrei aus hochwertigen frischen Zutaten

Vor- und Nachteile Clean Eating

Der einzige, mir bekannte Nachteil beim Clean Eating ist der Aufwand. Da viele verarbeitete Lebensmittel tabu sind, solltet ihr viel selber kochen. Insbesondere das Vorkochen für den nächsten Arbeitstag stellt viele vor eine zeitliche Herausforderung.
Auch das Einkaufen ist anfangs ungewohnt zeitintensiv, da sich viele vermutlich zum ersten Mal mit der Zutatenliste der fertigen Tomatensoße auseinandersetzen. Damit die Integration des Ernährungskonzepts in euren Alltag möglichst reibungslos abläuft, möchte ich euch einige Ratschläge mit auf den Weg geben:

  • Plant ausreichend Zeit für das Einkaufen der Lebensmittel ein. Unter Zeitdruck Gemüse in den Einkaufswagen zu schmeißen ist kein Vergnügen.
  • Es lässt sich nicht immer vermeiden, zu verarbeiteten Lebensmitteln zu greifen. Hier gilt: Je kürzer die Zutatenliste, desto besser.
  • Wisst, was ihr kochen wollt. So könnt ihr zum einen ungefähr abschätzen, wie lange ihr für das Gericht in der Küche steht und zum anderen wird der Ausflug in den Supermarkt mit Einkaufsliste im Gepäck deutlich entspannter.
  • Vorsicht Bio: Auch verarbeitete, biozertifizierte Lebensmittel können zugesetzten Zucker und weitere Zusatzstoffe enthalten.

Clean Eating sammelt Pluspunkte

Neben diesem einen Nachteil beinhaltet Clean Eating diverse Vorteile. Der wohl entscheidendste Pluspunkt dieser Ernährungsart spiegelt sich besonders in einem Zitat wider: „Du bist, was du isst.“ Durch den bewussten Umgang mit gesunden, unverarbeiteten Lebensmitteln und der Nicht-Aufnahme schädlicher Zusatzstoffe versorgt ihr euren Körper optimal mit Mineral- und Nährstoffen. Ihr werdet euch besser fühlen, leistungsstärker und konzentrierter sein – bei dem einen oder anderen werden bestimmt auch einige Pfunde purzeln. Was viele oft nicht wissen: Zusatzstoffe sind nicht nur von Natur aus problematisch für euren Körper – sie schränken zudem die Wirkungsweise der Nähr- und Mineralstoffe erheblich ein.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Entwicklung eines geschärften Bewusstseins für gesunde und frische Lebensmittel. Vieles muss von nun an selbst hergestellt werden, weswegen der DIY-Gedanke immer präsenter wird. Schoko-Aufstrich selbst kreieren, Marmelade einkochen oder Brot backen – was anfangs noch abschreckend wird, macht mit dem Gewinn an Routine Spaß. Das Selberherstellen fördert also nicht nur eure Kreativität, sondern ihr habt zudem einen super Überblick über die Inhaltsstoffe und könnt frei entscheiden, welche Stoffe in euren Körper gelangen. Besonders für Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten stellt dies einen enormen Vorteil dar.
Fehlen euch anfangs noch die passenden Rezepte? Dann lasst euch gerne auf dieser Website oder hier inspirieren.

Zu diesen beiden Pluspunkten kommt die Tatsache, dass Clean Eating – anders als es bei anderen Ernährungsformen der Fall ist – keine festen Regeln beinhaltet. Ihr könnt nach wie vor essen was ihr möchtet. Dies gilt auch für verarbeitete Lebensmittel mit Zusatzstoffen. Esst ihr eine Tafel Schokolade, geht die Welt davon nicht unter. Wichtig ist, dass ihr euer Bewusstsein für gesunde Ernährung langfristig schärft und der Verzehr von Schokladentafeln zur Ausnahme wird.

Lasst euch nicht die Butter vom Brot nehmensmoothie04

Wir halten fest: Egal, wie weit ihr im Verzichten auf verarbeitete Lebensmittel gehen wollt – der Fokus liegt auf dem Schärfen eines Bewusstseins für gesunde und frische Lebensmittel. Clean Eating bedeutet kein krampfhaftes Verzichten oder Selbstkasteiung. Der Umgang mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und ein gesundes Essverhalten haben Priorität. Wenn ihr noch weitere Fragen habt oder ein paar tolle Rezeptideen braucht, schaut gerne auch hier vorbei.

 Wer oder was ist food for fitness?

Wir von food for fitness glauben, dass man mit der richtigen Ernährung seine geistige sowie körperliche Fitness positiv beeinflussen kann. Dabei halten wir jedoch nichts vom Diktat der Einen richtigen Ernährungsform, sondern davon, dass diese jeder für sich selbst finden muss, unter Einhaltung bestimmter Grundregeln. Wir wollen unsere Leser mit Informationen dabei unterstützen, die passende gute Ernährung für Fitness, Schönheit und Jugendlichkeit zu finden. Denn für uns steht fest: „Gute Ernährung macht den Unterschied“.


Selbstverständlich sind alle Rezepte, die ich hier vorschlage mit dem Clean-Eating-Prinzip kompatibel!
Schau am besten bald wieder vorbei, denn im nächsten Beitrag stelle ich verschiedene Rezepte für Schoko-(Haselnuss-)Aufstriche vor.
… denn ich weiß, dass diese bei vielen auf keinen Fall auf dem Frühstückstisch fehlen dürfen 😉

 

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