„Wir haben (auf der Erdoberfläche) zwei Drittel Wasser und ein Drittel Land; das ist ein merkwürdiges Verhältnis, und ich meine halt, der liebe Gott hat nicht umsonst mehr Wasser gegeben.“ (Sebastian Kneipp)

Wasseranwendungen nach Kneipp

Regelmäßige Wasseranwendungen stärken Körper und Geist

Pfarrer Sebastian Kneipp (katholischer Theologe und Naturmediziner) hat mit der Entdeckung der Heilwirkung von Wasseranwendungen das wohl preisgüstigste und – zumindest in unseren Breitengraden – am leichtesten zu erhaltene Heilmittel entdeckt!

Aber ja, ich weiß sehr wohl, wie schwer es ist die von Kneipp empfohlenen Wasseranwendungen zur Vorbeugung von körperlichen und sogar geistigen Krankheiten in deinen hektischen und mit vielen Aufgaben beladenen Alltag zu integrieren.
Aber das Gute ist ja, dass Wasseranwendungen nicht nur der Vorbeugung dienen, sondern auch wunderbar heilen können.

Ein Beispiel dafür ist das Wechselunterschenkel-Bad, was du auf jeden Fall bei deiner nächsten Erkältung ausprobieren solltest, statt deine Zeit damit zu verbringen, in einem überfüllten Wartezimmer beim Arzt zu sitzen und/oder dich auf den Weg in die Apotheke zu machen.

 

Kalte Füße sind ein Symptom!

Das Wechselunterschenkel-Bad solltest du im Idealfall schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung anwenden. Ein ziemlich sicheres Zeichen sind kalte Füße in einem gut temperierten Raum. Viele – vielleicht auch du – haben von ihren Vorgängergenerationen gelernt, dass kalte Füße zu Erkältungen führen.
Das ist aber nicht richtig! Kalte Füße sind nämlich bereits ein erstes Anzeichen davon, dass der Körper gegen eine sogenannte Erkältung kämpft!

Hast du diesen ersten Zeitpunkt bereits verpasst und steckst mitten drin in einem Schnupfen (heutzutage auch “Nasenkatarrh” oder “Nasennebenhöhlenentzündung” genannt) mit all seinen Symptomen wie Gliederschmerzen, erhöhter Temperatur, “verstopfter” Nase, “laufender” Nase, Rachenschmerzen, niesen, nächtliche Atembehinderung etc., solltest du sobald wie möglich das Wechselunterschenkel-Bad durchführen und dich anschließend für mindestens eine Stunde liegend ausruhen oder eine Stunde spazieren gehen – je nach Allgemeinbefinden.

Wie funktioniert das Wechselunterschenkel-Bad? 

Ganz einfach:

 

  1. Im Idealfall hast du ein Gefäß, wo deine beiden Beine (und Füße) reinpassen, und was bis fast bis zu den Knien reicht, wenn die Beine darin stehen. Ansonsten such dir einfach eine Schüssel. Wenn das Wasser nur bis zum Knöchel geht, klappt das erfahrungsgemäß auch mit der Heilung.
  2. Fülle in das Gefäß Wasser mit einer Temperatur von 37-38 °C. Am besten geht das, wenn du dich mit der “Fußbadewanne” in die Nähe eines Duschschlauchs setzt und das Wasser einlaufen lässt, während deine Unterschenkel oder Füße schon im Gefäß sind. Vielleicht direkt in der Duschkabine oder Badewanne.
  3. Verweile 10 min mit deinen Unterschenkeln im Wasser.
  4. Spüle deine Füße, Waden und Schienbeine mit Hilfe des Duschschlauchs (ohne Aufsatz) mit kaltem Wasser ab. Beginne dabei an der Fußaußenkante und gehe über das Knie zur Fußinnenkante. Natürlich wird das Ganze am anderen Bein wiederholt. Du solltest für diese Kälteanwendung nur 20 Sekunden brauchen.
  5. Gieße jetzt ca. 1/3 bis die Hälfte des Wassers aus der Fußbadewanne ab, stecke die Beine wieder rein und fülle mit warmem Wasser auf, sodass das Wasser bald wieder ca. 38 °C erreicht hat.
  6. Verweile noch mal 5 Minuten mit den Unterschenkeln im Wasser.
  7. Wiederhole Punkt 4.
  8. Tupfe deine Füße trocken, ziehe warme Wollsocken an und lege dich zugedeckt mindestens eine Stunde ins Bett oder kleide dich witterungsgerecht und gehe eine Stunde spazieren.

Das Wechselunterschenkel-Bad kannst du so oft anwenden, wie du magst und natürlich hat es einen großen Nutzen als vorbeugende Maßnahme.
Im Akut-Fall reichen jedoch 1-2 Anwendungen (pro Tag eine) aus, damit du wieder gut durchatmen kannst und dein Allgemeinbefinden wieder an Höhe gewinnt.

 

 

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Quellenangaben: 

Dr. M.O.Bruker “Erkältungen müssen nicht sein”*


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